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Floorballturnier — Das Wunder von Lunden

Ein Bericht über die Teilnahme unserer Schule am Floorball-Cup in Lunden.

"Flurball, Flowerball, Forball..." – all diese Begriffe geistern seit einiger Zeit durch unsere Schule. Gemeint ist Floorball, die vermutlich jüngste und bekannteste Abwandlung des Hockeyspiels. Erfunden wurde sie in den 50er Jahren in Nordamerika als eine Sommervariante des Eishockey. Gespielt wird mit leichten Plastikschlägern und einem tennisballgroßen hohlen Lochball auf zwei Kleintore. Das Spielfeld ist durch eine abgerundete, kniehohe Bande begrenzt. Ausrüstung und Regelwerk bewirken ein dynamisches, verletzungsarmes und bewegungsintensives Spiel. Besonderheit: Der Ball darf nicht nur mit dem Schläger, sondern eingeschränkt auch mit dem Fuß gespielt werden.

In Europa wird Floorball vor allem in den bekannten Eishockey-Ländern wie Skandinavien, Russland oder der Schweiz gespielt. Doch auch in Deutschland machte die junge Ballsportart in den letzten 20 Jahren eine rasante Entwicklung durch. Nicht nur im Bereich des Vereinssports, sondern auch im Schulsport erfreut sich Floorball einer immer größeren Beliebtheit. Diese Trendwelle ließ auch die Friedrich-Hebbel-Schule nicht ganz unberührt. Seit Anfang diesen Schuljahres besitzen wir eine Floorballausrüstung bestehend aus 2 Toren und 12 Schlägern.

"Achtung Floorball-Team: Letztes Treffen vor dem Turnier" hieß es am Donnerstag, dem 17. Februar 2005. Einer Einladung der RGH Lunden folgend fuhren 7 Schülerinnen und 7 Schüler der Jahrgänge 1988-1990 sowie eine Lehrperson am Montag, dem 21. Februar zu ihrem ersten Floorballturnier. Eine kurzfristig ins Leben gerufene AG hatte es möglich gemacht interessierte Schülerinnen und Schüler zusammenzuführen, die relevanten Regeln zu vermitteln und ein Zusammenspiel zu trainieren.
Das besagte „letzte Treffen“ der 14 ausgewählten Spieler galt der Festlegung eines provisorischen Trikots (rote T-shirts), der Absprache von Terminen sowie der Festigung ausgefeilter taktischer Spielzüge (?).

Der Tag des Turniers war gekommen. Pünktlich um 7.45 Uhr traf sich das Floorball-Team an der Sporthalle um mit Schlägern und Bällen im Gepäck vom Taxibus nach Lunden gefahren zu werden. In der Lundener Sporthalle angekommen sahen wir zum ersten Mal eine richtige Floorballbande. Der Spielplan verriet uns, dass neben uns sieben weitere Mannschaften am Turnier teilnehmen sollten, die zunächst in zwei Gruppen um den Einzug ins Halbfinale kämpfen würden. Nach einer kurzen Begrüßung und Regelkunde durch den Turnierleiter wurde das erste Spiel rechtzeitig angepfiffen. Nervosität machte sich breit, denn wir spielten bereits das zweite Spiel des Turniers gegen die HS Meldorf. Zu unserer Freude gelang uns ein 4:1-Sieg. Von Spiel zu Spiel stieg unser Selbstvertrauen, denn wir konnten auch die Mannschaft Lunden II und das von Herrn Margrets begleitete Team der Realschule Brunsbüttel deutlich bezwingen. Die Vorrunde verlief für uns also überraschend positiv und so zogen wir motiviert und voller Hoffnung ins Halbfinale ein. Dort trafen wir auf die Mannschaft der Burger Realschule. Auch in diesem Spiel stand unsere Abwehr wie eine undurchdringbare Mauer. Auf Grund vieler schön herausgespielter Torchancen konnten wir einen ungefährdeten 4:0 Sieg erringen. Das scheinbar Unmögliche war geschehen: Wir standen im Finale! Übermütig überlegten wir, wo wir in der Schule denn den jetzt so greifbar nahen Wanderpokal ausstellen sollten. Um 12.16 Uhr wurde das Finalspiel angepfiffen. Wir standen der Heimmannschaft Lunden I gegenüber. Trotz aufopferungsvollen Einsatzes mussten wir schon in den ersten Minuten ein Gegentor hinnehmen. Leider schafften wir den Ausgleich nicht mehr. Auf Grund unserer verstärkten Offensivbemühungen (Sturmlauf auf das gegnerische Tor) kam es unglücklicherweise zu weitern Gegentoren. Unsere erste, aber deutliche Turnierniederlage (0:6) war nicht mehr zu verhindern. Alle waren enttäuscht und niedergeschlagen. Wir hatten eine reelle Chance, doch in diesem letzten Spiel schien uns einfach nichts mehr zu gelingen. "Gott sei Dank" könnte man sagen, denn ein geeigneter Platz für den Pokal war uns nicht eingefallen. Die Gemüter beruhigten sich schnell wieder. Stolz nahmen wir bei der Siegerehrung die Urkunde für den zweiten Platz entgegen. Eine wirklich tolle Leistung, war dieses doch unser erstes Floorballturnier!

Alles in Allem ist zu sagen, dass neben der Fairness, die alle Mannschaften an den Tag legten, vor allem die Bemühungen der Gastgeber zu der guten Atmosphäre und dem Gelingen dieses Turniers beitrugen. Wir werden diesen Tag in positiver Erinnerung behalten, obwohl wir den Pokal schweren Herzens der Gastgebermannschaft überlassen mussten. Hoffentlich findet im nächsten Jahr wieder ein Turnier dieser Art statt.

 

 

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