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Ein echter Forscher zu Gast in Wesselburen

Am 11. April 2013 war der Biologe Armin Püttger-Conradt zu Besuch in der Friedrich-Hebbel-Schule und hielt an diesem Vormittag drei auf die jeweiligen Jahrgänge angepasstenVorträge.
Die Kinder hörten in einem spannend gestalteten Dia-Vortrag interessante Fakten über die Geschichte der erst vor 100 Jahren in Europa bekannt gewordenen Nashörner und die Bemühungen von Forschern zum Arterhalt des Nördlichen Weißen Nashorns in freier Wildbahn.
Herr Püttger-Conradt nahm sie mit auf eine Reise von Schleswig-Holstein quer durch die Sahara bis in den Kongo hinein in einem alten, grünen Jeep. Er schildert auf ansprechende Weise seine Erlebnisse auf der Suche nach den letzten in freier Natur lebenden Nördlichen Weißen Nashörnern, die man auch Nördliche Breitmaulnashörner nennt, und die Mühen einer solchen Feldforschung.
Die Kinder konnten den Lebensraum und die Lebensweise der Nashörner und ihr Sozialverhalten beinahe hautnah erleben. Durch witzige oder spannende Anekdoten von Herrn Püttger-Conradt erfuhren sie zudem Infos, die nur jemand geben kann, der schon einmal stundenlang in der glühenden Hitze Afrikas im hohen Gras verharren musste, um ein Nashorn beim Dösen im Schatten des einzigen Baumes weit und breit beobachten zu können.
Doch auch die selbst für die Forscher gefährliche Situation mit gut organisierten& ausgestatteten Wilderern brachte der Referent den Kindern angemessen näher. Seit wenigen Jahren lebt nun kein einziges Nördliches Weißes Nashorn mehr in der freien Natur. Sie alle wurden aus abergläubischen und profitgierigen Gründen wegen ihrer zwei aus stark gepresster Haut bestehenden Hörner gejagt und erschossen, ohne dass die afrikanischen Wildhüter dies verhindern konnten.
So ist die Population dieser Art auf weltweit sechs Tiere gesunken und alle Hoffnung liegt auf vier aus einem tschechischen Zoo stammenden Tieren, die sich mittlerweile in einem Reservat in Kenia befinden. Die Züchtung von Nashörnern gestaltet sich als nahezu unmöglich, die besten Chancen bestehen in freier Natur. So hofft man, dass es diesen vier letzten Nashörnern ihrer Art gelingt, sich in diesem vor Wilderern geschützten Reservat fortzupflanzen.
Zum Schluss seines Vortrages beantwortete Armin Püttger-Conradt die vielen Fragen der Kinder, die diese Reise nach Afrika sicherlich noch lange vor Augen haben werden.

 

 

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